Archiv für Mai 2012

Wachstum ist wie reiner Sauerstoff in einem Unternehmen

Donnerstag, 31. Mai 2012

Ich stehe vor unserem Schindlerhof-Organigramm. Jeder Mitarbeiter hat ein eigenes Zahnrad. Wenn ich hier drehe, drehen sich alle Zahnräder. Hiermit lässt sich sehr schön visualisieren, dass jedes Rädchen wichtig zum Gelingen des Ganzen ist. Wachstum ist wie reiner Sauerstoff in einem Unternehmen. Also wächst dieses Bäumchen seit 27 Jahren ständig.

Aber was mache ich als Unternehmer in einer Krise? Logisch, dass erst alle Kostenarten auf den Prüfstand kommen, bevor ich an den Mitarbeiter rangehe. Es kann aber Möglichkeiten geben, wo Ihnen diese Ultima Ratio nicht erspart bleibt. Industriebetriebe können Kurzarbeit machen, Dienstleistungsbetriebe nicht. Und in solchen Situationen hilft mir immer ein amerikanischer Marinehistoriker, nach dem ein Gesetz benannt ist, das Parkinsonsche Gesetz:

Arbeit dehnt sich immer in dem Maße aus, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht. Ein bisschen komplizierter ausgedrückt: Jede Form von Organisation neigt dazu, sich bei gleichbleibenden Aufgaben zu vergrößern, ohne aber die Arbeit jedes Einzelnen zu verringern. Das heißt im Klartext, wenn es dem Unternehmen gut geht, heißt es ständig, wir bräuchten hier noch jemanden, wir bräuchten da noch jemanden. Ein Vierteljahr später sagt das Team zu dem Neuen: „Wir können uns gar nicht mehr vorstellen wie es früher ohne Sie gegangen ist“. Die Arbeit hat sich wieder ausgedehnt. Und dieser Weg kann durchaus auch mal in umgekehrter Richtung beschritten werden.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen erspart bleibt, aber ich glaube langfristig gehört es zu jedem Unternehmerleben dazu.