Seien Sie kreativ!

01. August 2012

Heute möchte ich Ihnen einen Tipp geben, wie Sie sehr leicht kreativ sein können und im Team Großes erreichen. Geklaut hab ich die Idee von Walt Disney, der war ja bekanntlich sehr kreativ und der hat immer so gearbeitet. Mein Büro ist in drei Teile eingeteilt. Hier ist mein Teil und da steht an der Wand „Dreamer’s Space“. Hier wird nur geträumt, da steht ne Wurlitzer, restauriert bis zur letzten Schraube, paar Bilder, ein leerer Schrebtisch, hier entstehen viele Ideen. Wenn so ne Idee geboren ist, dann geht sie quer durch den Raum, in den extrem anderen teil meines Büros und den zeig ich Ihnen jetzt. Hier ist Teil zwei unseres Büros, der „Realisierer – Raum“ und da sitzt Sandra, die ganz andere Talente hat als ich. Die Idee aus diesem Dreamers Space kommt hier rüber und hier wird sie aufgeteilt. Da braucht’s Excel-Sheets, moderierte Besprechung, wer erledigt was bis wann und das ist Ihre Aufgabe.

Und hier last not least der dritte Teil unsere „Sweat-Box“, unser Schwitzkasten. Bevor wir jetzt Geld ausgeben, setzen wir uns hier noch mal hin und holen die Führungskräfte hinzu, die das Talent haben, sich den worst case zu visualisieren, was ist das schlimmste was passieren kann, wenn wir das und das tun. Und hier wird das ganze noch mal kritisch angeschaut, aber wir bleiben nie sehr lange hier, es gibt vielleicht mal ne kleine Veränderung oder auch mal ne Verschiebung und dann Dampfwalze.

Wie entsteht Stolzkultur in einem Unternehmen?

26. Juni 2012

Wie entsteht Stolzkultur in einem Unternehmen? Dass alle Mitarbeiter sagen, ich habe immer noch eine Gänsehaut, wenn ich früh zur Arbeit komme.

Eine von vielen Möglichkeiten ist es, Preise und Auszeichnungen zu bekommen. Wir stehen hier vor einem vier Meter breiten Schrank vor den Damen- und Herrentoiletten in einem unsere Tagungszentren. Da sind alle diese Trophäen drin und ich hab grade schon wieder eine neue in der Hand. Bei einem Vortrag einer jungen westdeutschen Professorin, Heike Bruch, irgendwo in der Schweiz, habe ich eine wunderbare Wortschöpfung dieser Frau gehört: „Winning the Princess“ – Schleppen Sie Prinzessinnen ab. Die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Zunächst ist es eine Vision. Sie wird klar definiert, klar kommuniziert. Dann wird dem Mitarbeiter vermittelt, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass wir den Preis gewinnen, niemals der Zweite sein wollen. Und dann – last but not least – wird ‘rüber gebracht: Mit Euch schaff ich das. Es ist die Stärkung des Vertrauens in die eigene Kompetenz – vielleicht geht es mit einem anderen Team nicht, aber mit Euch!.

Ja, und den letzten Preis, den haben wir vorgestern neben dem Kanzleramt in Berlin entgegengenommen, das ist der große Deutsche Gastronomiepreis. Ich schau mal, ob ich für den noch einen Platz finde. In diesem Schrank ist es nämlich bereits ziemlich voll, aber hier hat er ein schönes und dominantes Plätzchen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Aufspüren von Prinzessinnen und hoffe von Herzen, dass Sie sie dann auch abschleppen.

Tschüß.

Wachstum ist wie reiner Sauerstoff in einem Unternehmen

31. Mai 2012

Ich stehe vor unserem Schindlerhof-Organigramm. Jeder Mitarbeiter hat ein eigenes Zahnrad. Wenn ich hier drehe, drehen sich alle Zahnräder. Hiermit lässt sich sehr schön visualisieren, dass jedes Rädchen wichtig zum Gelingen des Ganzen ist. Wachstum ist wie reiner Sauerstoff in einem Unternehmen. Also wächst dieses Bäumchen seit 27 Jahren ständig.

Aber was mache ich als Unternehmer in einer Krise? Logisch, dass erst alle Kostenarten auf den Prüfstand kommen, bevor ich an den Mitarbeiter rangehe. Es kann aber Möglichkeiten geben, wo Ihnen diese Ultima Ratio nicht erspart bleibt. Industriebetriebe können Kurzarbeit machen, Dienstleistungsbetriebe nicht. Und in solchen Situationen hilft mir immer ein amerikanischer Marinehistoriker, nach dem ein Gesetz benannt ist, das Parkinsonsche Gesetz:

Arbeit dehnt sich immer in dem Maße aus, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht. Ein bisschen komplizierter ausgedrückt: Jede Form von Organisation neigt dazu, sich bei gleichbleibenden Aufgaben zu vergrößern, ohne aber die Arbeit jedes Einzelnen zu verringern. Das heißt im Klartext, wenn es dem Unternehmen gut geht, heißt es ständig, wir bräuchten hier noch jemanden, wir bräuchten da noch jemanden. Ein Vierteljahr später sagt das Team zu dem Neuen: „Wir können uns gar nicht mehr vorstellen wie es früher ohne Sie gegangen ist“. Die Arbeit hat sich wieder ausgedehnt. Und dieser Weg kann durchaus auch mal in umgekehrter Richtung beschritten werden.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen erspart bleibt, aber ich glaube langfristig gehört es zu jedem Unternehmerleben dazu.

Von Humankapital zu reden ist unanständig!

04. April 2012

Von Personal oder gar von Humankapital zu reden ist unanständig. Aber wie sollen wir’s denn nennen? Bei uns hießen die Mitarbeiter früher Mitglieder unseres Ensembles, bei Walt Disney gab’s keine Personalabteilung, sondern eine Casting-Abteilung, bei uns heißt Kündigung immer noch Beendigung des Engagements.

Ich habe mal bei einem meiner wichtigsten geistigen Mentoren gegoogelt, was ein Tom Peters früher zu dem Thema sagte und heute. Ich war erstaunt. Früher hieß es, Mitarbeiter sind wichtig, Starke Mitarbeiter als Slogan. Wir haben mit neuen Mitarbeitern vakante Stellen gefüllt, wir brauchen konkurrenzfähige Vergütungen, Schulung war eine Abteilung, Frauen lagen weit hinten, Menschen wollten einen sicheren Job mit Aufstiegsmöglichkeiten.

Heute sieht es ganz anders aus. Mitarbeiter sind alles. Starke Mitarbeiter sind eine Strategie eines Unternehmens. Unser Umweg im Schindlerhof – fast ein bisschen bauernschlau – über Mitarbeiterorientierung zu einer hohen Kundenbegeisterung zu kommen. Sie können mit neuen Mitarbeitern einem Unternehmen Größe geben. Wir brauchen exzellente Vergütungspakete, Schulung ist eine Passion, Schulung ist eine Obsession, Frauen stehen heute weit vorne, und Menschen wollen einen attraktiven, spannenden Arbeitsplatz und keinen Job von der Wiege bis zur Bahre.

Berücksichtigen sie das bitte.

Es gibt ein Leben vor dem Tod!

07. März 2012

Wissen wir wirklich, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Eines wissen wir – es gibt eines vorher und das dürfen Sie so gestalten, wie Sie möchten! Da geht es nicht nur um Arbeit. Es geht auch um Freizeit, um Vergnügen.

Jetzt kennen wir ja alle die Work-Life-Balance, von der ständig geredet wird. Ich hab noch nie jemanden im Leben kennen gelernt, der sie perfekt im Gleichgewicht hat. Der eher freizeitorientierte Mensch, bei dem geht die Waagschale in Richtung Privatleben. Der Vollblutunternehmer verzichtet auch immer mal wieder auf eine Woche Urlaub, weil das Unternehmen den größeren Vorrang hat.

Dennoch ist Freizeitgestaltung äußerst wichtig, weil ohne Freizeit irgendwann keine Leistung mehr möglich ist. Und das ist bei jedem was anderes. Meine Frau geht gerne in Konzerte, sie liebt Festspiele von Bayreuth bis Salzburg. Ich muss in die Natur, ich brauche einen Hund, ich kann ohne Hund nicht leben. Und mein Flora-Mädchen erfüllt einen ganz schönen Teil meiner emotionalen Bedürfnisse.

Also leben Sie Ihr Leben und träumen Sie es nicht!

Sie entscheiden – Adler oder Krähe, die in Scharen fliegt. Beides funktioniert!

24. Januar 2012

Am Anfang jeder erfolgreichen Selbstständigkeit steht Daniel Düsentrieb – die richtige Geschäftsidee. Wenn Sie die haben, können Sie direkt loslegen. Aber nicht jeder hat sie. Welche Möglichkeit gäbe es dann? Viele!

Zigtausende Unternehmer haben keinen Nachfolger und suchen jemanden, der das Geschäft übernimmt. Es gibt wunderbare, bewährte Franchisemodelle, wo Sie auf einen fahrenden Zug aufspringen können.

Erste Entscheidung ist also: „Habe ich die richtige Idee selbst oder benutze ich eine zweite, eine fremde? Die nächste Frage, die sich stellt, ist die: „Schaffen Sie es alleine, mit ihrer Persönlichkeit, mit Ihrem Start-up-Unternehmen eine kleine starke Marke aufzubauen?“ Dann ist keine fremde Hilfe mehr nötig. Adler fliegen immer alleine! Oder ist es für Sie besser, unter das Dach einer starken Marke zu schlüpfen? Das wäre dann eine Kooperation. Die gibt es in vielen Branchen. Mit Ihrem Geld wird natürlich dann auch diese fremde Dachmarke finanziert, aber es funktioniert.

Sie entscheiden – Adler oder Krähe, die in Scharen fliegt. Beides funktioniert!

Es gibt im Leben eigentlich keine Zufälle, es gibt nur Möglichkeiten

15. Dezember 2011

Es gibt im Leben eigentlich keine Zufälle, es gibt nur Möglichkeiten. Altes deutsches Sprichwort: Der Zufall bevorzugt immer den vorbereiteten Geist. Das heißt im Klartext: Kaum wissen Sie, was Sie möchten, geschieht es auch schon.

Auf der einen Seite Reinhard Sprenger – sein letztes Buch, das ich sehr schätze – „Der dressierte Bürger“. Wir im Staat, vom Staat umklammert, überbürokratisiert. Kein Wunder, dass immer weniger Menschen Lust haben, sich selbstständig zu machen, wir haben weniger als 10 %.

Auf der anderen Seite juckt’s uns aber doch. Alles, was ich mir vorstellen kann, kann ich erreichen. Und das klappt tatsächlich, denn es gibt ein Gesetz der Anziehung. Wenn Sie es wirklich möchten – ich möchte Sie dabei unterstützen sich selbständig zu machen – wenn Sie es sich vorstellen können, erreichen Sie es auch. Doch Sie dürfen sich nicht verrückt machen lassen – von der anderen Seite. Vertrauen Sie auf dieses Gesetz der Anziehung. Das, was wir denken, geschieht.

Das Leben ist ein großes kalt-warmes Buffet: Es liegt alles drauf, was wir wollen, wir brauchen nur zuzugreifen.

Bestellen sie Ihre Wünsche!

Positives Denken

09. November 2011

Heute geht’s ums positve Denken. Manche können es gar nicht mehr hören tschakka tschakka tschakka.

Positives Denken ist aber in der Tat die einzige Antwort auf geistiges Aids. Positives Denken hat aber auch seine Begrenzungen. Professor Viktor Frankl sagte: „Sinnvoll ist nur, was im Rahmen meiner Gestaltungsmöglichkeiten liegt“

Bei meiner Figur nicht sinnvoll: Galopprennpferde zum Sieg zu reiten, nicht sinnvoll sich einzubilden, 100 m Weltrekord zu laufen – Kugelstoßen eher.

Was liegt im Rahmen Ihrer Gestaltungsmöglichkeiten?

Dieses Suppenhuhn kann sich noch so oft einbilden zu fliegen wie ein Adler – klappt nicht! Hier ist der Beweis…

Ihre Grabrede

16. August 2011

Ich hoffe, dass Sie die kleine Analyse aus dem letzten Blog überlebt haben, ohne dass es zu schmerzhaft für Sie war.

Jetzt die versprochenen angefangenen Sätze – wieder Satzergänzungsübungen – um an Ihre persönliche Vision zu kommen. Die Quelle bei den folgenden Fragen ist mein Freund und Mentor Professor Dr. Peter Warschawski von der Johns Hopkins University in Baltimore.

Sie schreiben ihre eigene Grabrede. Sie stellen sich vor, sie lägen in der Kiste, 105 Jahre alt geworden. Was möchten Sie jetzt hören?

Als Mensch war sie/er vor allem…

Ihre/seine besondere Aufmerksamkeit galt stets…

Ihr/ihm mangelte es aber an…

Wichtige Entscheidungen traf sie/er stets nach dem Kriterium, dass…

Wenn sie/er sich etwas vornahm, konnte man sicher sein, dass…

Eines schob sie/er immer vor sich her…

Wenn alles schief ging – darauf konnte man sich bei ihr/ihm immer verlassen…

Wenn Sie das einmal ausformuliert haben, dann haben sie so eine Zwei-Liter-Kanne Kaffee gekocht. Die müssen Sie jetzt noch reduzieren auf einen Espresso double. Stellen Sie sich Ihren Grabstein vor – Sie haben nur Platz für einen Satz.

Welcher Satz sollte die Summe Ihres Lebens sein?

Viel Freude!

Was treibt Sie eigentlich an?

27. Juli 2011

Was treibt Sie eigentlich an?

Beruflicher Erfolg oder unternehmerischer Erfolg ist ohne persönlichen Erfolg überhaupt nicht möglich. Ich lese Ihnen jetzt mal ein paar Fragen vor, die Ihnen helfen können herauszufinden, „what makes you tick“ – Beginnend mit einer Situationsanalyse natürlich. Die kann wehtun.

Mein besonderes Talent ist – führen sie die angefangenen Sätze einfach zu Ende.

Egal was passiert, ich war immer fähig zu…

Es ist ein Glück für mich, dass ich eine Person bin, die…

Ich habe es leichter als andere, weil…

Wenn ich nur loskommen könnte von…

Es ist mir immer schwer gefallen…

Meine schlechteste Eigenschaft ist… – da können Sie ein verregnetes Wochenende drüber meditieren!

Mein Leben würde einfacher werden, wenn…

Welche Teile von mir finde ich schwierig zu akzeptieren?

Welche Teile von mir helfen mir auf meinem Weg?

Und die Gretchenfrage: Was ist das tiefste Bedürfnis meines Herzens?

Satzergänzugsübungen – halbe Sätze, die Sie einfach zu Ende führen, ohne groß darüber nachzudenken. In meinem nächsten Blog komme ich dann zum zweiten Schritt: „Wie komme ich zu meiner persönlichen Vision?“